Worum geht es in einer Gestalttherapie?

In einer Gestalttherapie geht es um menschliche Veränderung, um persönliche Weiterentwicklung.

Allen Veränderungen geht eine Unzufriedenheit mit dem Gegenwärtigen voraus, sie ist die treibende Kraft für Wandel. Viele Veränderungen im Leben kann man einfach beschließen und dann umsetzen. Aber es gibt auch eine andere Art persönlicher Veränderung. Diese lässt sich nicht so einfach beschließen. Man merkt das spätestens dann, wenn wieder einmal die gefassten Vorsätze nur einige Tage oder Wochen anhalten. Das Elende daran ist, dass die nicht durchgehaltenen Veränderungspläne meistens zu Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen führen. Man hat sein Ziel nicht erreicht und fühlt sich schlecht, hat also doppelt verloren.

 

Hier geht die Gestalttherapie einen anderen Weg:

„Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist, nicht wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist. Veränderung ergibt sich nicht aus einem Versuch des Individuums oder anderer Personen, seine Veränderung zu erzwingen, aber sie findet statt, wenn man sich die Zeit nimmt und die Mühe macht, zu sein, was man ist; und das heißt, sich voll und ganz auf sein gegenwärtiges Sein einzulassen.“
Arnold Beisser

Was passiert in einer Gestalttherapie?

Als Gestalttherapeutin unterstütze ich meine KlientInnen dabei, Bewusstheit von ihren Entwicklungsbedürfnissen zu bekommen und außerdem herauszufinden, wie sie sich bislang daran hindern zu dem zu kommen, was sie brauchen.
Der Weg dorthin führt über genaues Wahrnehmen und Fühlen dessen, was wirklich ist - anstatt sich mit Fantasien, Hoffnungen, Befürchtungen und unerfüllten Wünschen zu beschäftigen. Wahrnehmen und fühlen, statt zu bewerten! Der therapeutische Kontakt und die intensivierte Wahrnehmung des eigenen Körpers sind Schlüssel für heilsame seelische Prozesse.

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ Martin Buber

Ganz bewusst verzichte ich als Gestalttherapeutin auf deutende, intransparente oder festschreibende Diagnostik. Diagnostik kann aus meiner Sicht nur prozessual und dialogisch erfolgen. Das heißt, ich entwickel mit meinen KlientInnen ein gemeinsames, im Erleben verankertes Verständnis von der Art und Weise wie sie derzeit mit sich und ihren Gefühlen umgehen und wie sie ihre Beziehungen gestalten.